Warum strecken sich Katzen so oft?
Wer mit einer Katze zusammenlebt, kennt dieses Bild: Nach dem Aufwachen streckt sie sich erst vorn, dann wölbt sie sich und streckt dann die Hinterbeine. Warum machen Katzen das so oft?
Der wichtigste Grund ist: Wenn man sich streckt, werden Muskeln, Sehnen und Gelenke wieder aktiv. Das regt die Durchblutung an und macht den Körper bereit für die nächste Bewegung. Das ist wie beim Menschen, wenn er sich nach dem Aufstehen streckt und ausgiebig bewegt.
Katzen schlafen oder dösen bis zu 16 Stunden am Tag. Nach dem Ausruhen hilft es, sich zu strecken. Das hilft dem Körper, wieder fit zu werden.
Die Strecke ist auch zum Reden da. Duftstoffe werden über kleine Drüsen an den Pfoten abgegeben. Katzen hinterlassen dabei unauffällige Informationen für andere Katzen und markieren ihre vertraute Umgebung.
Das Strecken zeigt oft, dass es einem gut geht. Eine entspannte Katze, die sich genüsslich räkelt, fühlt sich in ihrer Umgebung sicher und geborgen.
Katzen strecken sich regelmäßig, weil es ihnen hilft, ihre Muskeln und Gelenke beweglich zu halten. Besonders nach dem Schlafen oder längeren Ruhephasen sorgt das Strecken dafür, dass die Muskulatur wieder aktiviert und die Durchblutung angeregt wird. Gleichzeitig kann es Verspannungen lösen und den Körper auf Bewegung vorbereiten. Auch beim Aufstehen zeigen Katzen häufig eine typische Dehnung mit ausgestreckten Vorderbeinen und nach hinten gestrecktem Körper. Dieses Verhalten ist völlig natürlich und gehört zur täglichen Körperpflege der Tiere. Häufiges Strecken ist daher ein Zeichen für Beweglichkeit, Wohlbefinden und einen gesunden Bewegungsapparat.
Katzen lieben es, sich zu strecken. Es bereitet den Körper auf Bewegung vor, unterstützt Muskeln und Gelenke und kann gleichzeitig Teil ihrer Kommunikation sein. Wenn sich eure Katze nach einem Nickerchen ausgiebig streckt, ist sie bereit für den nächsten aktiven Moment, oder für das nächste Schläfchen.



