Was passiert mit der Asche nach einer Tierkremierung?

Wenn ein geliebtes Haustier stirbt, entscheiden sich viele Menschen für eine Tierkremierung. Doch was geschieht eigentlich nach der Einäscherung? Wie wird die Asche aufbereitet, wie gelangt sie zurück zu den Tierhaltern und welche Möglichkeiten gibt es, sie aufzubewahren oder beizusetzen?

Die Antworten hängen vor allem davon ab, ob eine Einzelkremierung oder eine Gemeinschaftskremierung gewählt wurde.

Was bleibt nach einer Tierkremierung übrig?

Bei der Kremierung wird der Körper des verstorbenen Tieres unter hohen Temperaturen eingeäschert. Organische Bestandteile verbrennen, während hauptsächlich mineralische Rückstände der Knochen zurückbleiben.

Diese Rückstände werden nach dem Abkühlen sorgfältig aufbereitet. Dabei werden gegebenenfalls verbliebene Metallteile von Implantaten oder ähnlichem entfernt und die Knochenreste werden zu einer gleichmäßigen, feinkörnigen Asche verarbeitet.

Die Menge der Asche hängt unter anderem von der Größe, dem Knochenbau und dem Gewicht des Tieres ab. Bei einer Katze bleibt entsprechend meist deutlich weniger Asche zurück als bei einem großen Hund oder einem Pferd.

Wie wird sichergestellt, dass es die Asche des eigenen Haustieres ist?

Gerade bei einer Einzelkremierung ist diese Frage für viele Tierhalter natürlich besonders wichtig. Schließlich möchten sie die Gewissheit haben, tatsächlich die Asche ihres eigenen Tieres zurückzuerhalten.

Bei Animalium wird jedes Tier eindeutig erfasst und erhält einen nummerierten Schamottstein, der es durch den gesamten Kremierungsprozess begleitet.

Ausserdem arbeiten wird bei der Einzelkremierung mit einer sogenannten Zonenkremierung. Dabei werden die Tiere innerhalb der Anlage räumlich voneinander so abgetrennt, dass die Asche im Anschluss an die Kremierung ganz individuell zugeordnet werden kann.

Nach der Kremierung wird sie dann, wie oben beschrieben, sorgfältig aufbereitet und für die Rückgabe vorbereitet.

Was geschieht bei einer Gemeinschaftskremierung?

Bei einer Gemeinschaftskremierung werden mehrere Tiere gemeinsam eingeäschert. Eine individuelle Zuordnung und Rückgabe der Asche ist deshalb nicht möglich.

Bei Animalium wird die Asche aus Gemeinschaftskremierungen auf dem eigenen Grundstück beigesetzt.

Für manche Tierhalter ist diese Form des Abschieds eine passende Entscheidung. Sie wünschen sich eine respektvolle Einäscherung ihres Tieres, möchten die Asche aber nicht persönlich aufbewahren.

Welche Möglichkeiten gibt es nach einer Einzelkremierung?

Wer sich für eine Einzelkremierung entscheidet, kann die Asche seines Tieres zurückerhalten. Damit eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten, einen persönlichen Erinnerungsort zu schaffen.

Viele Menschen entscheiden sich für eine Urne, die zu Hause einen festen Platz bekommt. Andere möchten die Asche im eigenen Garten beisetzen oder in einer dafür vorgesehenen Erinnerungsstätte unterbringen.

Auch Erinnerungsstücke sind möglich. Kleine Mengen der Asche können beispielsweise in speziell dafür angefertigten Schmuckstücken verarbeitet werden.

Manche Tierhalter möchten die Asche an einem Ort verstreuen, der sie besonders an ihr Tier erinnert. Ob und unter welchen Voraussetzungen dies erlaubt ist, hängt von den jeweils geltenden örtlichen und rechtlichen Bestimmungen ab. Vorher sollte deshalb geklärt werden, ob die gewünschte Form der Beisetzung zulässig ist.

Man muss sich allerdings nicht sofort entscheiden. Die Asche kann zunächst sicher aufbewahrt werden, bis sich der beste und passende Weg für die jeweiligen Tierhalter gefunden hat.

Muss die Asche überhaupt zurückgenommen werden?

Ganz klar: Nein. Die Rückgabe der Asche ist eine Möglichkeit, aber keine Verpflichtung.

Manche Menschen finden Trost darin, die Asche ihres Tieres bei sich zu haben. Andere möchten lieber die gemeinsamen Erinnerungen bewahren, ohne eine Urne zu Hause aufzustellen.

Auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Entscheidend ist, welche Form des Abschieds sich für die jeweiligen Menschen stimmig anfühlt.

Ein kleiner Teil bleibt, aber die Erinnerung ist viel größer

Nach einer Tierkremierung bleibt nur ein vergleichsweise kleiner Teil des ursprünglichen Körpers zurück. Für viele Tierhalter besitzt gerade diese Asche jedoch eine große symbolische Bedeutung. Sie kann einen festen Platz bekommen, in einem Erinnerungsstück aufbewahrt oder an einem besonderen Ort beigesetzt werden.

Doch unabhängig davon, welcher Weg gewählt wird, bleibt das Wichtigste unverändert: die gemeinsame Zeit, die vertrauten Gewohnheiten und die Erinnerungen an ein Tier, welches das eigene Leben bereichert hat.

Denn was von einem geliebten Tier bleibt, lässt sich nicht allein in einer Urne aufbewahren.

Weil jedes Tier einen würdevollen Abschied verdient

Hier findest du alles für eine achtsame Planung: Kremierungsantrag, Vorsorge und persönliche Begleitung – respektvoll, transparent und in sicheren Händen.